Soul Lounge

Introduction Ebo Shakoor

February 1st, 2010

Ebo Shakoor, vocalist, flutist and percussionist have been his life for over 30 years. A musician, and sideman for some the greats of the Jazz world, like Dizzy Gillespie, Max Roach, Don Cherry, and Gil Scott-Heron to name a few. He has evolved to the standard of a true improvationalist, and composer, which has gain him recognition in the Best of the West Multi-Image festival in Los Angeles with gold award for the soundtrack “People of Peace”, the Hopi 1985, along with performance for the Premier of China the same year. Since that time Ebo had forgotten his love for art. As a child, in Washington D.C. Ebo display amazing ability to go from one form of art to the other.
Living in the urban area of Washington D.C and Oakland CA. Ebo learned how to express his artistic abilities for numerous occasions from schools to marches. After realizing his passion of the arts Ebo was tested by the Pratt’s Institute of Art, and was accepted, which was denied by his mother, when she said, “Oh no baby, it’s in New York City, that too far away from Mama”, With his broken dream and lost aspiration, Shakoor continue on in his life establishing his foundation as a singer, musician, and percussionist. Studying with Billy Byers at University of Nevada in Las Vegas, Shakoor went on to be the artist he wanted to be without any pretentious notion.

After years of travelling and touring, Ebo settle in Germany and performed with ideas of his own style and taste that ranges from Jazz to Flamenco and Drum and Bass, to House and Gospel all gave Ebo the opportunity to expand his horizon and cultivate. With periods of off season, Ebo began to feel the expression of music in colour not only in his C.D. “ Spirits of the Rainbow with classical composer and pianist Paul Amrod from New York, who felt and appreciate Shakoor’s passion for colour in his talents as a singer and musician. This moment on Ebo recapture those deep long urge for music on a canvas. Ebo mention that, “ sound and light are twins and they both have their own properties to heal, as well to entertain or collect” Ebo’s expression on canvas is like his music, bold and colourful with bits and pieces of drama and comedy in one. With his influence of the Masters of Jazz, Ebo paints as a passionate musician with colour as his instrument that beat out rhythms and flows with melodies of his African and Native American roots. With themes that has influenced his life, from the urban scene to African musicians and dancers, Shakoor expressions of colour, that not academic as an artist who studied, but a passionate display of musical expressions on canvas.

For exhibitions and workshop for expressions of your musical feelings on canvas regardless if you think you do not have it, the sessions are for your spiritual body, Art is Healing. Ebo Shakoor Alphornstr.35 68169 Mannheim/0612-437-1843 or 01520-5854869. eboshakoor@hotmail.de or eboshakoor@yahoo.com

um 21:00 Uhr

“The Cave” (ehemaliges Funkadelic)
Brönnerstrasse 11
60313 Frankfurt am Main

Am 11.2.10 wird Starchild Euch wieder mit Funk, Soul und Rap der 70′er und 80′er einheizen.
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On the 11/02/10 Starchild will play some great Funk, Soul and Rap for you. So come on in and have fun.

Haiticare

January 21st, 2010

Wer mehr Informationen über Haiti haben oder helfen möchte, klickt bitte hier.

Haiti

January 15th, 2010

Es kommt nicht oft vor, das ich bei den Nachrichten Tränen in den Augen habe, aber wenn ich die CNN News höre und sehe, dann tut mir das weh. Ein Erdbeben in dieser Stärke ist schon schlimm genug in einem funktionierendem Land, dort können die Menschen aber zumindest auf schnelle Hilfe zählen und die Infrastruktur ist relativ schnell wieder hergestellt. Aber wie soll man sich das dort vorstellen? Soviel Leid. Achtzig Prozent der Haitianer leben sowieso unter der Armutsgrenze und die Regierung macht überhaupt nichts. Es gibt praktisch keine Regierung. Haiti ist komplett auf ausländische Hilfe angewiesen und die USA, die ja praktisch Nachbarn sind, reißen sich bei Gott kein Bein aus. Man könnte meinen, gewissenlose Politiker warten nur darauf, dass sich das Land von selbst auslöscht.

Und das ist erst der Anfang. Wenn der erste Schock vorbei ist, was passiert dann? Wenn achtzig Prozent der Bevölkerung in Slums leben und ihre Hütten jetzt zerstört sind, wo gehen die hin? Im Moment ist es angeblich relativ ruhig, aber wenn die Wut erstmal hochkommt? Wieviel Leid können Menschen ertragen?

Haiti scheint verflucht zu sein. Es wäre schön sagen zu können, dass jetzt wenigstens die Welt aufwacht und mehr unternimmt als oberflächliche Erste-Hilfe-Maßnahmen, aber ich glaube nicht dran. Die USA sind mit anderen Dingen beschäftigt als ihren Nachbarn zu helfen. Es lohnt sich ja nicht…

Twitter direkt aus Haiti: http://twitter.com/RAMhaiti

Fast schon wieder Weihnachten

December 4th, 2009

und ich habe meinen Blog vernachlässigt…

Neues gibt’s in Frankfurt auch nicht viel. Die letzte Blues Session im Orange Peel war wieder klasse und ich kann sie nur jedem ans Herz legen, der Dienstags nicht zu Hause bleiben will.

Ansonsten, wer vernünftig ist, hält sich dieser Tage aus dem Weihnachtswahnsinn in der Frankfurter City raus und anstatt sich auf den Frankfurter Weihnachtsmarkt zu drängeln, kann man auch einen der kleineren in der Umgebung besuchen. Z.B. am 4.12. in Sossenheim auf dem Kirchberg, meiner neuen Heimat :-). Ok, dafür gibt es keine Gewähr.

The traditional Tuesday-Blues-Sessions are continued now in the club “Orange Peel“, after they had to stop playing in the Sombrero last year because of complaints from the neighbourhood.

The Orange Peel is located in the Kaiserstraße 39 in Frankfurt. Personally I like the club a lot. It is cozy and dark, smoking is allowed. The acoustic is a lot better as in the old place because there is a small stage. And it is very central, only a few minutes from the Main Station and Willy-Brandt-Platz.

For five Euro you will find an excellent bluesband, Tommy Harris and Friends. The regular musicians are P.C. Bryant, Tommy Harris und Kevin Duvernay. In the course of the evening the session musicians join in, which are also all very good. A high standard is assured.

The whole thing starts at around 8.30 pm. If you want to catch one of the few seats, it is wise to pop up a little earlier.

Die traditionelle Dienstags-Session wird jetzt fortgesetzt im “Orange Peel“, nachdem sie letztes Jahr im Sombrero ein Ende gefunden hat wegen Beschwerden aus der Nachbarschaft.

Die neue Location ist in der Kaiserstraße 39 in Frankfurt zu finden. Mir persönlich hat sie gut gefallen. Es ist eine gemütliche dunkle Bar mit langer Theke, auf der auch Aschenbecher stehen! Außerdem gibt es eine richtige Bühne und die Akustik ist um einiges besser. Das Orange Peel liegt zentral, man ist in ein paar Minuten am Hauptbahnhof oder Willy-Brandt-Platz.

Es erwartet Euch eine ausgezeichnete Bluesband, Tommy Harris and Friends. Die Stammmusiker sind P.C. Bryant, Tommy Harris und Kevin Duvernay. Dazu kommen im Laufe des Abends die Session Musiker, die auch alle gute Musiker ist. Auf einen hohen Standard wird geachtet. Der Eintritt ist frei, aber eine Spende an die Musiker ist gern gesehen.

So gegen 20.30 Uhr geht es los. Wenn man sich einen der wenigen Sitzplätze ergattern möchte, ist es ratsam ein wenig früher aufzutauchen.

Omnia - Drum Performance

October 2nd, 2009

Am 30.9.09 ist Omnia im “Raum für Kultur” in Frankfurt aufgetreten. Zufällig bin ich auf sie in der Fußgängerzone gestoßen, wo sie gespielt hat als Anreiz für ihre Performance und war gleich begeistert. Unter einer Drum Performance konnte ich mir bislang nicht allzuviel vorstellen, deshalb beschloss ich, an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Frau ist eine tolle Schlagzeugerin und die “Performance” war der Rahmen für einige super Drum-Soli. Sehr originell.

Leider war das Publikum nicht so ganz mein Fall. Halt Bildungsbürgertum, dass sich selbst viel zu ernst nimmt. Andächtig lauschende Alt-68er Akademiker mit geschlossenen Augen, die noch nicht mal den kleinen Zeh im Takt wippen können. Was bei dem tollen Rhytmus schon eine Leistung an sich ist. Feine Damen und Herren, die in ihrem Leben noch nicht freiwillig einer Drum-Session beigewohnt haben und damit wohl auch gar nichts anfangen könnten, wenn es nicht zufällig im “Raum für Kultur” stattgefunden hätte.

Ich würde mich freuen, diese Frau nochmal in einer anderen Atmosphäre spielen zu sehen.

Hier ein Video:

Fried Oysters / Fritierte Austern

September 29th, 2009

Fried Oysters

  • 24 large oysters, shucked
  • 2 eggs
  • 1/2 teaspoon salt
  • 1/8 teaspoon pepper
  • dash ground cayenne pepper, optional
  • 2 tablespoons cold water
  • 1 cup fine dry bread crumbs

Drain oysters. Beat eggs with salt and pepper and cayenne. Whisk in water. Put bread crumbs in a shallow bowl. Dip oysters, one at a time, into the egg mixture then into the bread crumbs. Let rest for 5 minutes before frying. Fry in hot deep fat at about 375° until golden brown. Serve immediately with cocktail sauce or tartar sauce, or use in sandwiches.
Recipe for fried oysters serves 4.

Fried Oysters

Blues-Texte - Strange Fruit

September 21st, 2009

„Strange Fruit“ (engl. Sonderbare Frucht) ist ein Musikstück, das seit dem Auftritt der afroamerikanischen Sängerin Billie Holiday 1939 im Café Society in New York weltweit bekannt wurde. Das von Abel Meeropol komponierte und getextete Lied gilt als eine der stärksten künstlerischen Aussagen gegen Lynchmorde in den Südstaaten der USA und als ein früher Ausdruck der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Der Ausdruck Strange Fruit hat sich als Symbol für Lynchmorde etabliert.

Die im Lied angesprochene Strange Fruit ist der Körper eines Schwarzen, der an einem Baum hängt. Der Text gewinnt seine emotionale Schlagkraft vor allem dadurch, dass er das Bild des ländlichen und traditionellen Südens aufgreift und mit der Realität der Lynchjustiz konfrontiert.

Southern trees bear a strange fruit,
blood on the leaves and blood at the root,
black body swinging in the Southern breeze,
strange fruit hanging from the poplar trees.
Bäume im Süden tragen eine sonderbare Frucht
Blut auf den Blättern und Blut an der Wurzel
Schwarzer Körper schaukelt in der Brise des Südens
Sonderbare Frucht hängt von den Pappeln

Hintergrund

„… for the sun to rot/for a tree to drop/Here is a strange and bitter crop.“

Auch nach dem Ende der Sklaverei und der Reconstruction-Ära war Rassismus in den USA noch ein alltägliches Phänomen. Der Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten hatte Rassentrennung unter dem Grundsatz Getrennt, aber gleich zugelassen, was in der Praxis nur sehr selten auf ein aber gleich hinaus lief. Nach eher konservativen Annahmen des Tuskegee Institute wurden in den Jahren 1889 bis 1940 insgesamt 3.833 Menschen gelyncht; 90 Prozent dieser Morde fanden in den Südstaaten statt, vier Fünftel der Opfer waren Afroamerikaner. Oft war nicht einmal ein Verbrechen als Anlass des Mordes nötig; wie im Fall Emmett Till reichte manchmal damit die Schwarzen nicht zu aufmüpfig werden als Begründung. 1939 hatte es bereits drei Lynchmorde gegeben, eine Umfrage in den Südstaaten ergab, dass sechs von zehn Weißen die Praxis des Lynchens befürworteten.

Die Sängerin: Billie Holiday

Die Sängerin Holiday hatte sich 1939 bereits aus dem Elend ihrer Jugend herausgearbeitet. Sie hatte Produktionen mit Count Basie, Glenn Miller und Artie Shaw aufgenommen und galt als verkaufsträchtige Jazz-Sängerin und ausgezeichnete Unterhaltungsmusikerin. Die damals 24-Jährige hatte zu dieser Zeit neu im Café Society angefangen; vorher war sie in einem New Yorker Hotel gezwungen worden, den Frachtaufzug zu benutzen – bezeichnenderweise war das Hotel nach Abraham Lincoln benannt. Sie war in ihrem Leben zahlreichen Formen des Rassismus ausgesetzt. Ihr Vater starb 1937 vor allem deshalb, weil sich alle Krankenhäuser der Gegend weigerten, einen Afroamerikaner zu behandeln. Sie sagte dazu: Nicht die Lungenentzündung tötete ihn, Dallas tötete ihn.

Der Song sticht im Repertoire Holidays heraus. Während sie sowohl als elegante Jazz-Sängerin wie auch als ausdrucksstarke Blues-Interpretin bekannt war, erreichte sie vor allem mit Strange Fruit Weltruhm. Das öffentliche Bild von Billie Holiday und dem Song verschmolzen miteinander: Sie war nicht mehr nur die Frau, die ihr Publikum verführen und rühren konnte, sie war fähig, es regelrecht zu erschüttern. Einige ihrer Bekannten behaupten, dass sie intellektuell nicht fähig gewesen sei, auf dem Abstraktionsniveau des Songs überhaupt zu begreifen, wovon dieser handelte. Das erscheint jedoch unglaubwürdig – zum einen aufgrund ihres Vortrags, aber auch, weil Lynchjustiz damals derart gegenwärtig war, dass es unwahrscheinlich ist, dass eine Schwarze nicht hätte begreifen können, worum es geht. Holiday selbst wollte, dass ihre Autobiographie die letzten beiden Worte des Lieds, Bitter Crop (dt: Bittere Ernte), im Titel enthielt, der Verlag sah aber keine Möglichkeit dazu.

Der Komponist und Texter: Abel Meeropol

Abel Meeropol war russisch-jüdischer Lehrer aus der Bronx und Mitglied der kommunistischen Partei der USA. Er sah ein Foto des Lynchmords an Thomas Shipp und Abram Smith, das ihn nach eigenen Aussagen für Tage verfolgte und nicht schlafen ließ. Daraufhin schrieb er das Gedicht Bitter Fruit und veröffentlichte es unter dem Pseudonym Lewis Allan im Magazin New York Teacher und der kommunistischen Zeitung New Masses. Später schrieb er das Gedicht in den Song Strange Fruit um. Die Erstaufführung erfolgte durch Meeropols Frau bei einer Versammlung der New Yorker Lehrergewerkschaft. Strange Fruit gewann eine gewisse Popularität innerhalb der US-amerikanischen Linken. Barney Josephson, der Inhaber des Café Internationals, hörte davon und stellte Meeropol und Holiday einander vor. Obwohl Meeropol später noch andere Songs schrieb, darunter auch einen Hit für Frank Sinatra, hing sein Herz immer besonders an diesem Stück. Um so verletzter war er, als Holiday in ihrer Autobiographie behauptete, dass Strange Fruit von ihr und ihrem Klavierspieler Sonny White geschrieben worden sei.

Café Society

Das Café Society war ein Club der linken und liberalen Intellektuellen und der New Yorker Bohème im Greenwich Village. Obwohl überwiegend von Weißen besucht, fand sich doch ein gemischtes Publikum ein – es war der einzige New Yorker Club außerhalb Harlems, der überhaupt Weißen und Schwarzen gleichzeitig offenstand. Der Betreiber Barney Josephson war ebenso ein vehementer Anhänger der „Rassenintegration“ wie von gutem Jazz und guter Unterhaltung.

Text

Southern trees bear a strange fruit,
Blood on the leaves and blood at the root,
Black body swinging in the southern breeze,
Strange fruit hanging from the poplar trees.
Pastoral scene of the gallant south,
The bulging eyes and the twisted mouth,
Scent of magnolia sweet and fresh,
And the sudden smell of burning flesh.
Here is a fruit for the crows to pluck,
For the rain to gather, for the wind to suck,
For the sun to rot, for a tree to drop,
Here is a strange and bitter crop.

Aufführung

Billie Holiday, fotografiert von Carl van Vechten

Holiday zögerte anfangs, Strange Fruit in ihr Programm aufzunehmen – zu sehr wich das Lied von ihrem sonstigen Repertoire ab. Nach der ersten Aufführung herrschte Stille im Café Society. Erst nach einiger Zeit begann zögernder, sich steigernder Applaus.

Die bis dahin gesungenen Versionen hatten das Gedicht entweder als linkes Kampflied oder mit oft übermäßigem Pathos vorgetragenes Mitleidsstück aufgeführt. Billy Holiday dagegen machte daraus einen unmittelbaren und eindringlichen Vortrag. Ein Biograph von Holiday bemerkte dazu: „Bei vielen Coverversionen hat man das Gefühl, eine hervorragende Aufführung eines hervorragenden Songs zu hören; wenn Billie sang, hatte man das Gefühl, direkt am Fuß des Baumes zu stehen.“ Diese Interpretation sprach ein weit größeres Publikum als bisher an und schaffte es, über die ohnehin interessierten Kreise Beachtung zu finden. Damit wurde der Horror der schwarz-weißen Beziehungen, den eine große Bevölkerungsmehrheit nur passiv hinnahm, wieder als gesellschaftliches Problem wahrnehmbar.

Strange Fruit wurde im Café Society Holidays Abschlusssong. Sämtliche Lichter bis auf ein Spotlight auf die Sängerin wurden ausgeschaltet, sie selbst hielt die Augen während der Einleitung geschlossen. Sofort nach der Aufführung ging sie ab und verschwand. Dem folgte in der Regel Stille und keine weitere Musik – als klares Zeichen, dass jetzt das Ende des Auftritts erreicht sei.

Holiday verwendete den Song in ihrem Repertoire nun als eine Art Abschlusszugabe: sowohl, um ihn mit einem ihr sympathischen Publikum zu teilen als auch, um ein Publikum herauszufordern, das ihr nach ihrer Meinung den Respekt verweigerte. Sie schrieb dazu in ihrer Autobiografie: „Dieses Lied schaffte es, die Leute, die in Ordnung sind, von den Kretins und Idioten zu trennen.“ In den Südstaaten, durch die sie ohnehin selten tourte, spielte Holiday das Lied noch seltener, da sie wusste, dass es Ärger auslösen würde. In Mobile, Alabama wurde sie aus der Stadt gejagt, nur weil sie versucht hatte, das Lied zu singen.

Aufnahmen

Holidays damalige Plattenfirma Columbia Records weigerte sich, Strange Fruit auf Platte zu produzieren. Da die Firma kein offizielles Statement herausgab, kann heute über den Grund nur gemutmaßt werden. Zum einen wohl, weil das Lied insbesondere für das weiße Publikum der Südstaaten als politisch zu anstößig und geschäftsschädigend aufgefasst worden wäre, zum anderen aber wohl auch, weil es stilistisch einen zu großen Bruch mit dem Standard-Repertoire von Holiday bedeutet hätte, das größtenteils aus typischer Nachtclubmusik bestand. Immerhin erhielt sie die Freigabe, das Lied für Commodore Records, eine kleine jüdische New Yorker Plattenfirma aufzunehmen.

Begleitet wurde Lady Day bei der Session am 20. April 1939 von dem Trompeter Frank Newton und seiner „Café Society Band“; dazu gehörten die Saxophonisten Tab Smith, Kenneth Hollon und Stanley Payne, der Pianist Sonny White, der Gitarrist Jimmy McLin, der Bassist John Williams und der Schlagzeuger Eddie Dougherty.[1] Bei dieser Session wurden auch die Titel Yesterdays, Fine and Mellow sowie I Gotta Right to Sing the Blues aufgenommen.

Obwohl der Song zum Standardrepertoire der US-amerikanischen Musikgeschichte gehört und beliebt ist, wird er doch selten gehört oder gespielt. Insbesondere die Version von Billie Holiday beschreiben viele Hörer als psychisch verstörend oder gar physisch schmerzhaft. Die Herausforderung für einen Interpreten, den Song aufzuführen – und damit in direkten Vergleich zu den Holiday-Versionen zu treten –, gilt als enorm; daher weichen viele dieser Herausforderung aus.

Billie Holiday selbst nahm das Lied noch mehrfach auf: Im Studio am 7. Juni 1956 für Verve mit dem Orchester von Tony Scott[2] und für das britische Fernsehen in London im Februar 1959[3], sowie live am 12. Februar 1945 im „California Philharmonic Auditorium“ in Los Angeles für Jazz at the Philharmonic[4] und am 1. November 1951 im „Storyville Club“ in Boston[5].

Andere berühmte Versionen des Songs sangen Josh White, Carmen McRae, Eartha Kitt, Cassandra Wilson, Nina Simone, Tori Amos, Pete Seeger, Diana Ross, Siouxsie & the Banshees, UB40, Robert Wyatt und Sting, Tricky produzierte einen Remix, und Lester Bowie mit seiner Brass Fantasy spielte eine Instrumentalversion ein.

Joel Katz drehte 2002 eine Dokumentation über den Song. Der einzige humoristische Umgang mit dem Begriff „Strange Fruit“ klingt in dem britischen Film „Still Crazy“ an, in dem alternde Rockstars ihre ehemalige One-Hit-Band „Strange Fruit“ wieder aufleben lassen.

Wirkung

In seiner Symbolkraft gilt Strange Fruit als ähnlich wichtig für die Bürgerrechtsbewegung wie die Aktion von Rosa Parks. Neben We Shall Overcome und vielleicht noch Bob Dylans The Death of Emmett Till ist kein anderes Lied derart mit dem politischen Kampf um schwarze Gleichberechtigung verwoben. Bei seiner Einführung noch als Schwarze Marseillaise gefeiert, beziehungsweise als Propagandastück bekämpft, wurde es im Laufe der Zeit immer mehr als überpolitisch wahrgenommen: als musikalische Einforderung der Menschenwürde und Gerechtigkeit. Besonders einflussreich in der Rezeption war Angela Davis‘ Buch: Blues Legacies and Black Feminism. Während Holiday oft als „bloße Unterhaltungssängerin“, die quasi als Medium für den Song diente, porträtiert wurde, zeichnete Davis auf dem Hintergrund ihrer Untersuchungen das Bild einer selbstbewussten Frau, die sich der Wirkung und des Inhalts von Strange Fruit sehr bewusst war. Oft genug setzte Holiday ihn gezielt ein. Obwohl er zu ihrem Standardrepertoire gehörte, variierte sie ihn wie keinen anderen in der Art der Vorführung. Das Lied interpretierte Davis als maßgeblich für die Wiederbelebung der Tradition von Protest und Widerstand in der afroamerikanischen und US-amerikanischen Musik und Kultur. Das Time Magazine bezeichnete Strange Fruit 1939 als Musikalische Propaganda, kürte das Lied aber 60 Jahre später zum Song des 20. Jahrhunderts. Strange Fruit war lange Zeit in den USA im Radio unerwünscht, die BBC weigerte sich anfangs das Lied zu spielen, im südafrikanischen Radio war das Lied in der Zeit der Apartheid offiziell verboten.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Artikel http://en.wikipedia.org/wiki/Blue-eyed_soul aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

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