Soul Lounge

Am 2. und 3. Juli 2010 fand in Weinheim das Summertime Festival in Muddys Club statt. Da ich nicht zwischen Frankfurt und Weinheim hin und her fahren wollte, besorgte ich mir gleich ein Zimmer in Erwartung eines unterhaltsamen Events.

Nun, musikalisch hat mir das Festival sehr gut gefallen. Man hat sich bei der Auswahl der Musik Gedanken gemacht und eine schöne Bandbreite präsentiert. Freitag abend trat Lisa Doby auf mit einer Kombination aus Rhythm & Blues, Rock, Soul und Funk. Danach kam VÄTERCHEN PROST und seine Bluesbriederchen mit der Bluesbrother Nummer. Sie waren musikalisch nicht gerade der Höhepunkt, aber auf jeden Fall haben sie Spaß gemacht. Zum Abschluss sang Jem Cooke aus England, nur von Gitarre begleitet, was mein persönliches Highlight war.

Samstag ging es weiter mit Guru Guru, einer deutschen “Krautrock” Band, die schon 40 Jahre in wechselnder Besetzung unterwegs sind. Die Musik ist eine Fusion aus Rock, Oriental, Jazz und Blues und die Musiker sind zwar schon etwas gereift, aber das tut ihrer Kunst keinen Abbruch. Danach kamen DWAYNE DOPSY & The Zydeco Hellraisers mit Zydeco. Zydeco ist eine Vermischung von Cajun und Blues, die wichtigsten Instrumente sind das Akkordeon und das Waschbrett. Ich habe das das erste Mal live erlebt und war total begeistert von der Energie, die von dieser Musik rüberkommt.

Zum Abschluss spielte BLACK STUFF, eine Soul Coverband. Sie haben ihre Sache ordentlich gemacht und bei einem etwas anderem Publikum wäre sicherlich auch gute Stimmung aufgekommen.

Das Publikum war das Problem an den zwei Abenden, natürlich aus meinem subjektiven Blickwinkel gesehen. Es waren grundsätzlich nicht so viel Leute da, wie man bei diesen Bands hätte erwarten können. In meinen Augen haben das Publikum und die Musik so gar nicht zusammen gepasst. Die meisten waren Leute, die man genausogut bei einer Schlagerveranstaltung sehen würde, so gutbürgerliche Weinheimer halt. Ich denke, es ging bei den meisten eher um Sehen und Gesehen werden und nicht um die Musik. Und das spiegelte sich leider in der Stimmung wieder. Es wurde zwar auch mal getanzt, aber nun ja. Ein paar Weinschorle und die Hitze bringen die meisten Leute dazu, mal die Knochen zu schütteln. Man konnte einfach merken, dass die meisten keinen Draht zur Musik hatten und das war sehr schade. Denn es kam keine richtige Stimmung auf. Das ganze war eben Bierzeltniveau mit besserer Musik.

Ganz peinlich fande ich, dass bei dem Abschlusskonzert von Jem Cooke nur die erste Reihe wirklich auf die Musik hörte, während sich die meisten Leute laut unterhielten. Sie wussten es gar nicht zu schätzen, was ihnen geboten wurde. Bei einer lauten Band macht es ja nichts, aber bei einer Songperformance ist es unhöflich.

Ich habe mich gefragt, warum Muddys Club nicht mehr Werbung für dieses Festival macht. Offensichtlich waren außer mir kaum Leute extra angereist, die meisten waren aus der Gegend. Die, die wegen den Bands kommen würden, bleiben wahrscheinlich wegen der nichtvorhandenen Atmosphäre weg. Doch wenn man gern Musik ab vom Mainstream mag, dann lohnt sich der Besuch auf alle Fälle. Es müsste sich einfach mehr herumsprechen und dann besteht auch die Chance auf ein etwas cooleres Festival, wenn die passenden Leute zur Musik anreisen :-).

Summertime - Bluesfestival

June 29th, 2010

Am Wochenende 2. und 3. Juli findet in Weinheim an der Bergstraße ein Bluesfestival statt:

Muddys Club

Es ist mein erstes Mal, deshalb kann ich noch nicht viel dazu sagen. Das Programm liest sich gut und wir werden einfach mal sehen.

Mehr dann am Montag :-).

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On the weekend 2nd and 3rd July I am going to go to the Bluesfestival in Weinheim:

Muddys Club

It is my first time, so I can’t say much now. But the programm sounds good and we will see.

More on monday :-).

Westcoast Blues - english

June 25th, 2010

While travelling in California, we landed in Santa Clara for two days in the Hyatt Regency. My friend wanted to attend the yearly Bay-Con - a bunch of crazy Science-Fiction fans meeting once a year for partying and panel discussions, showing off their fancy costumes and drinking a lot of alcohol. Not really my world, but it is quiet interesting for a while to observe the scene. Otherwise there wasn’t much to do in Silicon Valley. So I decided to check out the only bluesclub in the area,  JC’s Blues.

Unfortunately you can only get there with the car or taxi. Driving was out of the question because I wanted to have a drink and the costs for the taxi were horrendous. Oh well, sometimes you got to sacrifice for your fun.

I was pleasantly surprised. That night Kaye Bohler perfomed, a local singer. She did a great concert with great passion and voice. Besides a few standards - which she interpreted wonderful - she was performing her own songs, which I found great. The atmosphere was good and the people very open and nice. Although I came alone, I made contact immediately and felt very comfortable.

At the end of the concert I was invited to a BBQ-Blues afternoon show in the Old Wagon Saloon. I found that a wonderful idea and convienently enough a streetcar takes you from the Hotel to Downtown San José.

It was easy to find the place, but compared to Germany Downtown San José is practically dead. Before I went to my destination, I walked around a little bit and noticed some cafés and bars. Obviously they make an effort to make the city more lifely.

When I arrived my new friend from the past evening greeted me happily and sat me down on a table with around 15 people, not without introducing me. The people were all really nice and first I had to answer a million questions about Germany. Contrary to Frankfurt - where it can be really frustrating going out by yourself - in California it is no problem at all. Everything is much easier and normal. Germans always complain about the superficiality of Americans. But this “superficiality” makes it also a lot easier to make new friends. And so far I did not realize a lot of profundity in german bars also.

Ok, now the J.C. Smith Band. While Kaye Bohlen was singing a more mellow and soulful blues, this band was more uptempo and rocking. Actually I prefer the more melancholic and slow blues, but they were great. And the sun, the nice beergarden, the beer and cheerful mood made it even better. J.C. Smith has a strong voice and sings ballads as well as the fast tunes.

I was so happy to discover these gigs. They saved me from the ET’s and trekkies and I am looking forward to the next time.

Westcoast Blues

June 23rd, 2010

Während unserer Reise durch den Westen Amerikas landeten wir einen schönen Maitages in Santa Clara, Siliconvalley im Hyatt Regency. Meine liebe Freundin hatte den Wunsch, an einem Bay-Con teilzunehmen – ein Haufen verrückter Science Fiction Fans treffen sich dort einmal im Jahr um Podiumsdiskussionen abzuhalten, ihre Kostüme vorzuführen und sich mit viel Alkohol und eigenartigen Tänzen zu vergnügen. Nicht ganz meine Welt, obwohl es recht interessant war, das Treiben gelegentlich zu beobachten. Ansonsten gibt es in diesem Teil der Welt nicht viel zu tun. Also machte ich mich an einem schönen Samstags abend auf, den einzigen Bluesclub weit und breit zu erkunden, JC’s Blues.

Leider kommt man zu diesem Club nur mit dem Auto bzw. Taxi vom Hyatt aus. Selbst fahren kam nicht in Frage, da ich auch was trinken wollte und die Taxikosten waren niederschmetternd. Aber gut, man muss Opfer für seinen Spaß bringen…

Ich wurde sehr angenehm überrascht. An diesem Abend sang Kaye Bohler, eine lokale Musikerin. Sie bot ein Superkonzert mit viel Leidenschaft und Stimme. Abgesehen von ein paar Standards – die sie sehr schön interpretierte – sang sie ihre selbstgeschriebenen Songs, was ich ganz toll fand. Die Stimmung war gut und die Leute waren sehr offen und nett. Obwohl ich alleine kam, hatte ich sofort Anschluss und mich einfach wohl gefühlt.

Am Ende des Konzerts wurde ich eingeladen am nächsten Tag in San José bei einem BBQ-Blues Nachmittag vorbeizuschauen im Old Wagon Saloon. Diese nahm ich gern an und praktischerweise fährt auch eine Straßenbahn vom Hotel nach Downtown San José.

Es war einfach, die Bar zu finden, in den meisten Städten der USA sind die Straßen so angelegt, dass man sich nicht verlaufen kann. Im Gegensatz zu Deutschland ist die Innenstadt von San José allerdings praktisch tot. Bevor ich zu meinem Ziel ging, ging ich noch etwas spazieren und dabei fiel mir auf, dass es in der Häusereinöde schon das eine oder andere Café gibt oder auch kleine Bars. Offenbar bemüht man sich, die Stadt etwas lebendiger zu machen.

Beim Old Wagon kaum angekommen wurde ich schon von meinem neuen Freund des vorherigen Abends freudig begrüßt und an einen Tisch mit ca. fünfzehn Leuten platziert, nicht ohne mich vorzustellen.
Auch hier wurde ich freundlich aufgenommen und erstmal mit tausend Fragen zu Deutschland gelöchert. Im Gegensatz zu Frankfurt – wo alleine ausgehen durchaus frustrierend sein kann – hat man in Californien nie das Gefühl, seltsam angeschaut zu werden als Frau alleine. Es ist einfach alles viel normaler und lockerer. Die Deutschen schimpfen immer über die Oberflächlichkeit der Amerikaner. Aber diese Oberflächlichkeit macht es auch viel einfacher, erste Kontakte zu knüpfen. Und von Tiefsinnigkeit in deutschen Kneipen habe ich auch noch nicht viel bemerkt.

Ok, jetzt zur J.C. Smith Band… Während Kaye Bohlen eher ruhigen und etwas souligen Blues singt, ging es hier wesentlich fetziger und auch rockiger zur Sache. Eigentlich ist das nicht so meine Richtung, ich stehe eher auf den melancholischen und ruhigeren Blues. Doch die Band war einfach gut, die Sonne, der nette Garten, die gute Stimmung und das Bier taten ihr übriges. J.C. Smith hat eine sehr kräftige und klare Stimme und singt die Balladen genauso gut wie die schnellen Stücke.

Ich war froh zu diesen Gigs gekommen zu sein. Sie haben mich vor den ET’s und Trekkies gerettet und ich freue mich schon auf ein nächstes Mal.

Wieder da

June 18th, 2010

Lang ist es her, aber jetzt geht es wieder weiter mit der Soullounge.

Ich stehe vor dem Problem, Wartungsarbeiten vornehmen zu müssen um meinen Blog wieder sicher betreiben zu können und die Technik auf den aktuellsten Stand zu bringen. Durch einen langen Urlaub bin ich noch nicht dazu gekommen. Aber noch funktioniert ja alles…

In diesem Sinne bald mehr.

Introduction Ebo Shakoor

February 1st, 2010

Ebo Shakoor, vocalist, flutist and percussionist have been his life for over 30 years. A musician, and sideman for some the greats of the Jazz world, like Dizzy Gillespie, Max Roach, Don Cherry, and Gil Scott-Heron to name a few. He has evolved to the standard of a true improvationalist, and composer, which has gain him recognition in the Best of the West Multi-Image festival in Los Angeles with gold award for the soundtrack “People of Peace”, the Hopi 1985, along with performance for the Premier of China the same year. Since that time Ebo had forgotten his love for art. As a child, in Washington D.C. Ebo display amazing ability to go from one form of art to the other.
Living in the urban area of Washington D.C and Oakland CA. Ebo learned how to express his artistic abilities for numerous occasions from schools to marches. After realizing his passion of the arts Ebo was tested by the Pratt’s Institute of Art, and was accepted, which was denied by his mother, when she said, “Oh no baby, it’s in New York City, that too far away from Mama”, With his broken dream and lost aspiration, Shakoor continue on in his life establishing his foundation as a singer, musician, and percussionist. Studying with Billy Byers at University of Nevada in Las Vegas, Shakoor went on to be the artist he wanted to be without any pretentious notion.

After years of travelling and touring, Ebo settle in Germany and performed with ideas of his own style and taste that ranges from Jazz to Flamenco and Drum and Bass, to House and Gospel all gave Ebo the opportunity to expand his horizon and cultivate. With periods of off season, Ebo began to feel the expression of music in colour not only in his C.D. “ Spirits of the Rainbow with classical composer and pianist Paul Amrod from New York, who felt and appreciate Shakoor’s passion for colour in his talents as a singer and musician. This moment on Ebo recapture those deep long urge for music on a canvas. Ebo mention that, “ sound and light are twins and they both have their own properties to heal, as well to entertain or collect” Ebo’s expression on canvas is like his music, bold and colourful with bits and pieces of drama and comedy in one. With his influence of the Masters of Jazz, Ebo paints as a passionate musician with colour as his instrument that beat out rhythms and flows with melodies of his African and Native American roots. With themes that has influenced his life, from the urban scene to African musicians and dancers, Shakoor expressions of colour, that not academic as an artist who studied, but a passionate display of musical expressions on canvas.

For exhibitions and workshop for expressions of your musical feelings on canvas regardless if you think you do not have it, the sessions are for your spiritual body, Art is Healing. Ebo Shakoor Alphornstr.35 68169 Mannheim/0612-437-1843 or 01520-5854869. eboshakoor@hotmail.de or eboshakoor@yahoo.com

Haiticare

January 21st, 2010

Wer mehr Informationen über Haiti haben oder helfen möchte, klickt bitte hier.

Haiti

January 15th, 2010

Es kommt nicht oft vor, das ich bei den Nachrichten Tränen in den Augen habe, aber wenn ich die CNN News höre und sehe, dann tut mir das weh. Ein Erdbeben in dieser Stärke ist schon schlimm genug in einem funktionierendem Land, dort können die Menschen aber zumindest auf schnelle Hilfe zählen und die Infrastruktur ist relativ schnell wieder hergestellt. Aber wie soll man sich das dort vorstellen? Soviel Leid. Achtzig Prozent der Haitianer leben sowieso unter der Armutsgrenze und die Regierung macht überhaupt nichts. Es gibt praktisch keine Regierung. Haiti ist komplett auf ausländische Hilfe angewiesen und die USA, die ja praktisch Nachbarn sind, reißen sich bei Gott kein Bein aus. Man könnte meinen, gewissenlose Politiker warten nur darauf, dass sich das Land von selbst auslöscht.

Und das ist erst der Anfang. Wenn der erste Schock vorbei ist, was passiert dann? Wenn achtzig Prozent der Bevölkerung in Slums leben und ihre Hütten jetzt zerstört sind, wo gehen die hin? Im Moment ist es angeblich relativ ruhig, aber wenn die Wut erstmal hochkommt? Wieviel Leid können Menschen ertragen?

Haiti scheint verflucht zu sein. Es wäre schön sagen zu können, dass jetzt wenigstens die Welt aufwacht und mehr unternimmt als oberflächliche Erste-Hilfe-Maßnahmen, aber ich glaube nicht dran. Die USA sind mit anderen Dingen beschäftigt als ihren Nachbarn zu helfen. Es lohnt sich ja nicht…

Twitter direkt aus Haiti: http://twitter.com/RAMhaiti

Fast schon wieder Weihnachten

December 4th, 2009

und ich habe meinen Blog vernachlässigt…

Neues gibt’s in Frankfurt auch nicht viel. Die letzte Blues Session im Orange Peel war wieder klasse und ich kann sie nur jedem ans Herz legen, der Dienstags nicht zu Hause bleiben will.

Ansonsten, wer vernünftig ist, hält sich dieser Tage aus dem Weihnachtswahnsinn in der Frankfurter City raus und anstatt sich auf den Frankfurter Weihnachtsmarkt zu drängeln, kann man auch einen der kleineren in der Umgebung besuchen. Z.B. am 4.12. in Sossenheim auf dem Kirchberg, meiner neuen Heimat :-). Ok, dafür gibt es keine Gewähr.

The traditional Tuesday-Blues-Sessions are continued now in the club “Orange Peel“, after they had to stop playing in the Sombrero last year because of complaints from the neighbourhood.

The Orange Peel is located in the Kaiserstraße 39 in Frankfurt. Personally I like the club a lot. It is cozy and dark, smoking is allowed. The acoustic is a lot better as in the old place because there is a small stage. And it is very central, only a few minutes from the Main Station and Willy-Brandt-Platz.

For five Euro you will find an excellent bluesband, Tommy Harris and Friends. The regular musicians are P.C. Bryant, Tommy Harris und Kevin Duvernay. In the course of the evening the session musicians join in, which are also all very good. A high standard is assured.

The whole thing starts at around 8.30 pm. If you want to catch one of the few seats, it is wise to pop up a little earlier.

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